Millionenprojekt in Bottrop: Umbau der Aspelflötte schreitet voran

Der Umbau der Aspelflötte in der Welheimer Mark geht in die nächste Bauphase. Im August beginnt die Emschergenossenschaft mit dem Bau einer neuen Bachtrasse zwischen der Straße In der Welheimer Mark und der Boye. Gleichzeitig wird ein bereits vorhandener Abschnitt des Gewässers naturnah umgestaltet.

Die Arbeiten sind Teil des Stadtentwicklungsprojekts „Freiheit Emscher“. Neben dem Gewässerumbau entstehen in dem Gebiet neue Straßen sowie Fuß- und Radwege.

Haverkamp voraussichtlich ab Oktober wieder befahrbar

Der neue Gewässerdurchlass unter der Straße In der Welheimer Mark soll im August fertiggestellt werden. Ein weiterer Durchlass wird derzeit unter der Straße Haverkamp gebaut. Dessen Fertigstellung ist für September vorgesehen.

Nach aktueller Planung kann der derzeit vollständig gesperrte Haverkamp deshalb voraussichtlich ab Oktober 2026 wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Die Arbeiten an der neuen Trasse der Aspelflötte und an dem vorhandenen Gewässerabschnitt zwischen der Straße In der Welheimer Mark und der Kläranlage sollen bis etwa Ende 2027 dauern.

Aspelflötte wird teilweise neu angelegt

Die Aspelflötte und der Schäpersbach waren ursprünglich direkt mit der Emscher verbunden. Durch bergbaubedingte Bodensenkungen in der Welheimer Mark entstanden jedoch Abflussprobleme. In der Folge wurden die Gewässer an die unterirdische Kanalisation angeschlossen.

Im Zuge von „Freiheit Emscher“ sollen diese Veränderungen teilweise rückgängig gemacht werden. Unterirdisch verrohrte Abschnitte werden offengelegt, vorhandene Bereiche umgestaltet und beide Gewässer an die Boye und damit wieder an das Emscher-System angebunden.

Dadurch sollen nach Angaben der Emschergenossenschaft unter anderem die Pumpwerke Schäpersbach und Piekenbrocksbach entlastet werden. Zudem soll das Gewässersystem künftig zur Entwässerung des geplanten Gewerbegebiets beitragen.

Auf einer Länge von rund 930 Metern werden vorhandene Betonsohlschalen aus der Aspelflötte entfernt. Weitere rund 1.265 Meter des Gewässers werden vollständig neu angelegt und modelliert.

Für die Verbindung des Schäpersbachs mit der Aspelflötte muss außerdem eine Bahnlinie unterquert werden. Dafür ist ein rund 100 Meter langer Rohrvortrieb mit einem Innendurchmesser von zwei Metern vorgesehen.

Der gesamte Gewässerumbau soll nach derzeitiger Planung Ende 2028 abgeschlossen sein.

Neue Wege entlang des Gewässers geplant

Entlang der Aspelflötte sollen auf einer Länge von etwa 1.900 Metern neue Wege entstehen. Rund 960 Meter davon werden als Fuß- und Radwege ausgebaut.

Sie sollen mit den geplanten Wegen des Gewerbeboulevards und des neuen Gewerbegebiets verbunden werden. Dadurch soll das bislang teilweise unterirdisch verlaufende Gewässer im öffentlichen Raum besser zugänglich und sichtbar werden.

Für den wasserwirtschaftlichen Umbau erhält die Emschergenossenschaft nach eigenen Angaben rund 16,3 Millionen Euro aus dem Just Transition Fund des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.

Gewerbeboulevard wird bis 2029 abschnittsweise gebaut

Parallel zum Gewässerumbau baut die Stadt Bottrop den sogenannten Gewerbeboulevard. Er soll ehemalige Bergbauflächen im Bottroper Süden und im Essener Norden verkehrlich erschließen.

Der erste Abschnitt entsteht auf der Straße In der Welheimer Mark zwischen Lüningstraße und Haverkamp. Auf einer Länge von rund 550 Metern werden die Verkehrsflächen erneuert. Zusätzlich werden Schmutz- und Regenwasserkanäle auf insgesamt etwa 900 Metern neu gebaut.

Die Arbeiten an diesem Abschnitt sollen voraussichtlich bis Mitte 2027 dauern. Anschließend sind ein Kreisverkehr an der Kreuzung In der Welheimer Mark/Haverkamp und der Ausbau eines rund 100 Meter langen Abschnitts des Haverkamps vorgesehen.

Die Stadt erhält für den Gewerbeboulevard Fördermittel in Höhe von etwa 10,5 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Gesamtkosten werden mit rund zwölf Millionen Euro angegeben.

Das gesamte Straßenbauprojekt soll im Jahr 2029 abgeschlossen werden.

teilweise mithilfe von KI generiert

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