Zwei Hubschrauber der Polizei kreisen nachts über Bottrop: Warum?

Symbolbild: Pixabay

00:45 Uhr in Bottrop. Gleich zwei Hubschrauber, beide von der Polizei, fliegen im Tiefflug langsam über Bottrop. Einer dreht eine Runde über dem Kalten Eigen. Doch wieso?

Der Grund für den nächtlichen Fluglärm ist ein weiterer Castor-Transport, der sich am späten Mittwochabend, 5. August, von Jülich auf den Weg nach Ahaus, unweit der deutsch-niederländischen Grenze, macht. In tonnenschweren Behältern wird eine weitere Ladung Atommüll in ein dortiges Zwischenlager gebracht.

Dabei fährt der Castor, abgesichert von Dutzenden Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr, in einer Kolonne zu Zeiten über die Autobahn, in denen diese besonders gut befahrbar ist. Der Weg führt auch durch Bottrop. Über die A2, aus Richtung Oberhausen, rollt der Transport über das Autobahndreieck Bottrop auf die A31. Von dort geht es, vorbei an Kirchhellen und Dorsten, Kilometer für Kilometer bis zum Zielort.

Hubschrauber soll Transport aus der Luft überwachen

Wenn die Witterungsbedingungen es während des Transports zulassen, begleitet die Polizei diesen auch mit einem oder – wie in der vergangenen Nacht – zwei Hubschraubern. So soll das Umfeld aus der Luft überwacht werden. Einen Grund zur Sorge gibt es für die Bottroperinnen und Bottroper demnach nicht.

Und das sollten sie sich merken. Denn insgesamt sollen weit über 100 Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus fahren. Entsprechend häufig dürften in den nächsten Wochen und Monaten nachts Hubschrauber über Bottrop fliegen.

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