Warum Behandlungspflege Krankenhausaufenthalte verhindern kann

Krankenhausaufenthalte sind für ältere Menschen oft mit großer Anstrengung verbunden. Umso wichtiger ist die Frage, die sich viele Angehörige irgendwann stellen: Muss das wirklich sein, oder gäbe es auch eine Möglichkeit, die medizinische Versorgung Zuhause sicherzustellen? In vielen Fällen lautet die Antwort: Ja, mit Behandlungspflege.

Das wird häufig übersehen

Viele medizinische Probleme entstehen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich schleichend aus etwas, das eigentlich gut behandelbar gewesen wäre. Beispielsweise eine kleine Wunde, die sich entzündet, weil sie nicht richtig gereinigt wurde, oder falsch dosierte Medikamente, die zu ernsten gesundheitlichen Komplikationen führen.

Wenn ausgebildete Fachkräfte medizinische Tätigkeiten übernehmen, werden Risiken minimiert. Bei der Behandlungspflege übernehmen wir medizinische Aufgaben, die ärztlich verordnet wurden, aber im häuslichen Umfeld fachgerecht durchgeführt werden.

Nach einem Krankenhausaufenthalt  

Besonders deutlich wird der Nutzen von Behandlungspflege nach einem Krankenhausaufenthalt. Viele Menschen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig genesen, könnten aber trotzdem nach Hause zurückkehren, wenn die weitere medizinische Versorgung gesichert ist. Ein Verbandwechsel, der sonst im Krankenhaus oder bei einem erneuten Arztbesuch stattfinden müsste, wird Zuhause von einer Pflegefachkraft übernommen. Eine Insulingabe, die anfangs noch unsicher ist, wird zuverlässig durchgeführt, bis der Patient selbst wieder sicher genug ist oder dauerhaft Unterstützung braucht.

Ohne diese Möglichkeit stehen Familien häufig vor einer schwierigen Entscheidung: Entweder bleibt der Patient länger im Krankenhaus, als medizinisch eigentlich nötig wäre, oder er wird nach Hause entlassen, ohne dass die notwendige medizinische Versorgung sichergestellt ist. Behandlungspflege schließt genau diese Lücke.

Behandlungspflege als Prävention 

Auch bei Menschen, die dauerhaft medizinische Unterstützung brauchen, beispielsweise bei chronischen Wunden, regelmäßiger Medikamentengabe oder der Kontrolle von Blutzucker- und Blutdruckwerten, kann eine kontinuierliche, fachgerechte Versorgung verhindern, dass sich Probleme erst unbemerkt verschlimmern und am Ende doch einen akuten Krankenhausaufenthalt nötig machen. Eine Pflegefachkraft, die regelmäßig vor Ort ist, erkennt solche Veränderungen oft frühzeitig.

Kein Pflegegrad nötig 

Was viele überrascht: Für Behandlungspflege braucht es keinen Pflegegrad. Sie wird von einem Arzt verordnet, wenn medizinische Maßnahmen zuhause nötig sind, unabhängig davon, ob sonst dauerhafte Pflegebedürftigkeit besteht oder nicht. Das bedeutet: Auch Menschen, die grundsätzlich noch fit und selbstständig sind, aber vorübergehend medizinische Unterstützung brauchen, etwa nach einer Operation, haben Anspruch auf diese Leistung.

Diese Möglichkeit wird in der Praxis erstaunlich selten genutzt, weil viele Menschen sie einfach nicht kennen. Dabei kann gerade diese frühzeitige, unkomplizierte Unterstützung verhindern, dass sich eine eigentlich überschaubare medizinische Situation zu etwas Ernsterem entwickelt.

Was das für Angehörige bedeutet

Für Familien bedeutet das vor allem eins: Sie müssen medizinische Aufgaben nicht allein und ohne entsprechende Ausbildung übernehmen. Aufgaben wie Wundversorgung, Medikamentengabe oder das Messen von Vitalwerten gehören in fachkundige Hände.

Sie befinden sich gerade in einer Situation, in der medizinische Versorgung Zuhause nötig wird? Melden Sie sich bei uns!

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