
Die Gastromeile hat ein weiteres Restaurant verloren. Wobei die meisten es vermutlich eher als Imbiss titulieren würden: Die Pottbox. Erst vor wenigen Monaten eröffnete der Betrieb im Durchgang zwischen ZOB und Gladbecker Straße.
Auf der überschaubaren Karte fanden Besucherinnen und Besucher neben Pommes und Currywurst vor allem diverse Varianten von Backkartoffeln, die mit verschiedenen Toppings verfeinert werden konnten. So landeten auf einer im Ofen gebackenen Knolle unter anderem Gouda, Möhren, Jalapeños, Röstzwiebeln, Nachos oder Gewürzgurken. Wer drei der Extrazutaten wählte, der musste dann 6,90 Euro auf den Tisch legen. Ein Grund für’s Scheitern? Möglicherweise.
Pottbox in Bottrop: Geschäft war mehrfach ohne Info geschlossen
Doch Kundinnen und Kunden dürften vor allem die Öffnungszeiten geärgert haben. Sollte die Gastronomie regulär montags bis donnerstags von 11.30 bis 18.30 Uhr, freitags und samstags sogar “Open End” geöffnet sein, so sah die Realität oft anders aus: Immer wieder war der Laden zu diesen Zeiten geschlossen.
Öfters wurden Gäste überhaupt nicht vorgewarnt, einige Male sorgten Zettel im Schaufenster für Gewissheit. Zuletzt wurde auf einem dieser Info-Blättern eine Schließung für einen Tag angekündigt. Geschlossen war die Pottbox dann allerdings für Wochen. Bis jetzt.

Öffnen wird sie nicht mehr. Kein Wunder. Das Konzept, Deutschlands wohl beliebtestes Gemüse in den Fokus zu rücken, scheiterte bereits vor einigen Jahren. Damals versuchte derselbe Betreiber, Alexander Teichert, die “Pottknolle” auf der Gastromeile, neben dem Eiscafé San Remo, zu etablieren. Doch auch dort scheiterte er Teilzeit-Gastronom.
Leerstand wird angeboten: Wie hoch die Miete auf der Gastromeile ist
Doch wie geht es nun weiter an der Gladbecker Straße 12? Das Lokal neben der Spielhalle wird derzeit im Internet angeboten. Die “Top-Ladenfläche in A-Lage” soll dabei 700 Euro im Monat kalt kosten. Hinzu kommen monatliche Nebenkosten von insgesamt 300 Euro – für insgesamt 76 Quadratmeter.
Immerhin: Vor dem Geschäft sei eine Außengastronomie möglich. Außerdem könne das bestehende Inventar, “wenn gewollt”, gegen eine Abstandszahlung übernommen werden. Interessenten erreichen den zuständigen Makler über die Anzeige.
Fraglich ist jedoch, welches Konzept am Standort noch ausprobiert werden soll. Zuletzt waren dort das Café Ivy und das Golden Café beheimatet. Doch beide scheiterten. Leider. Nun ist auch der dritte Gastro-Betrieb in Folge dicht.