Tolle Stimmung bei den 50. Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften

Die 50. Ausgabe der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle an der Saale war ein rundum gelungener Wettkampf der deutschen Leichtathletikspitze in der Jugend U20. Tolle Stimmung, volle Zuschauerränge und Spitzenleistungen sorgten für zwei spannende Tage in der Sporthalle Brandberge in Sachsen-Anhalt. Aus Bottroper Sicht waren Nina Endt, Hannes Jüsten, Jonas Herzog und Marius Lewald zu den Meisterschaften angereist. Den Auftakt am frühen Samstagmorgen machte dann Nina Endt über 1.500 m im zweiten von drei Vorläufen. Siebeneinhalb Hallenrunden galt es für die junge Bottroperin nach einer denkbar schlechten Aufwärmphase zu absolvieren. Im Aufwärmbereich kam es kurz vor ihrem Aufruf wohl mit einer anderen Athletin zu einer Verwechslung bei den Schuhen. Zwar waren es „nur“ die normalen Turnschuhe, die sich dann erst wieder am frühen Abend einfanden und nicht die für den Wettkampf wichtigen Spikes, aber die Konzentration kurz vor dem Lauf war damit natürlich weg. Dennoch versuchte Nina das Beste aus der Situation zu machen und stellte sich der Konkurrenz in ihrem Lauf. Mit einer Zeit von 4:56,46 min lief sie zwar ihre zweitbeste Zeit, konnte sich aber im Feld der 26 Starterinnen damit am Ende „nur“ auf den hinteren Rängen der Gesamtwertung wiederfinden. Athletin und Trainer Jens Roßkothen zogen das Resümee, bei den „kürzeren Strecken“ definitiv am Ende etwas beherzter und mutiger die letzten, schmerzhaften Meter angehen zu müssen. Für Nina geht es nach diesen Deutschen Hallenmeisterschaften am 10. März weiter auf der nationalen Bestenebene. Diesmal dann im thüringischen Ohrdruf bei den Deutschen Cross-Meisterschaften.

LC Adler Bottrop

Bei den Jungs der Stargemeinschaft A42 stand bis zweieinhalb Stunden vor dem Rennen am späten Samstagnachmittag noch nicht die endgültige Staffelaufstellung fest. Einzig die endgültige Absage von Marius Lewald wegen der immer noch anhaltenden, verletzungsbedingten Einschränkung konnte das Trainerteam Frederike Koleiski und Dirk Lewald vor Ort in Halle einkalkulieren. Letztlich konnte aber auch Tim Eikermann aus Duisburg aufgrund des äußerst ungünstigen Zeitplans das Staffelteam nicht unterstützen, denn die Vorläufe der Staffeln fanden nur eine halbe Stunde nach seinem Hürdenvorlauf statt und das Hürdenfinale wiederum nur etwas weniger als eine Stunde nach dem Lauf der Stg. A42 im 5. Vorlauf. Selbst wenn Tim im Hürdenvorlauf ausgeschieden wäre, hätte er aufgrund des Regelwerkes nicht für den Staffellauf nachnominiert werden können. Nach einem abschließenden, nicht zufrieden stellenden Gespräch mit der Wettkampfleitung entschloss sich das Trainerteam auf den folgerichtigen Verzicht von Tim in der Staffel zugunsten der Hürden, die er dann auch mit einem guten sechsten Platz im Finale beenden konnte. Damit war die optimale Besetzung der Staffel aufgrund des Zeitplans von vorne herein leider ausgeschlossen. Ärgerlich für das Trainerteam, denn mit der zu erwartenden Zeit wäre mindestens ein Platz im B-Finale drin gewesen. Umso mehr war dieser missliche Umstand Ansporn für Hannes Jüsten, Jonas Herzog (LC Adler Bottrop), Pascal Kurz und Patrick Zuralski (Eintracht Duisburg) die Startgemeinschaft A42 in dem engen Feld der 46 gestarteten Staffel-Teams aus ganz Deutschland ordentlich zu positionieren. Höchst motiviert stellten sich die vier Jungs in ihrem Lauf der Konkurrenz, der Stg. Leinfelden-Echterdingen (Baden-Württemberg), dem OTB Osnabrück (Niedersachsen) und dem TV Wattenscheid (Westfalen).

Nach einem guten Start von Hannes Jüsten konnte die Stg. A42 knapp hinter Wattenscheid mit einem guten ersten Wechsel auf Pascal Kurz übergeben, der im Verlauf der zweiten Runde zwar etwas im Vorsprung auf die Stg. Leinfelden-Echterdingen verlor, aber wiederum als Zweiter auf Jonas Herzog übergeben konnte. Unbenommen der Tatsache, dass beim zweiten Wechsel der TV Wattenscheid äußerst unsauber wechselte und somit aus dem Rennen ausschied, gab Jonas Herzog alles, um den Vorsprung zur Stg. Leinfelden-Echterdingen zu halten, musste aber am Ende der dritten Runde den Athleten aus Baden-Württemberg leicht vorbeiziehen lassen um dann auf den schnellsten in der Runde, Patrick Zuralski, zu übergeben. Nach einem schlechten Wechsel von Jonas auf Patrick wäre das sicherlich ein spannender Zweikampf mit der Stg. Leinfelden-Echterdingen geworden, hätte diese nicht den Staffelstab im dritten Wechsel verloren. Damit lief Patrick konkurrenzlos vor dem OTB Osnabrück das Rennen in 1:33,83 min nach Hause. Am Ende belegten sie damit einen guten 22. Platz im Mittelfeld der besten deutschen 4x200m Staffeln. Eine klasse Leistung für die noch so junge Startgemeinschaft, die mit diesem Rennen die Hallensaison beendet und schon jetzt hoffnungsvoll Richtung Sommersaison 2018 schaut. Das neue Ziel der A42 heißt dann 4x100m bei der Deutschen Meisterschaft in Hansestadt Rostock an der Ostsee. Wenn sich am Zeitplan nichts ändert, finden dann die Hürden- und die Staffelläufe an zwei unterschiedlichen Tagen statt.

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