Zerstörte Barbara-Figur erstrahlt in neuem Glanz

Die Statue der Heiligen Babara im Rathaus ist zurück. Allerdings wurde die aufwendig renovierte Holzfigur nur einige Stunden präsentiert. Ihren gewohnten Standort im Foyer des Rathauses bekommt sie erst in einigen Tagen. Aus Sicherheitsgründen wird eigens eine Vitrine gebaut, um sie besser vor Vandalismus zu schützen.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte ein mutmaßlich verwirrter Mann die damalige Vitrine mit einem Eisenring zerschlagen und die Barbarafigur stark beschädigt. „Dabei wurde der Kopf und ein Arm der Figur vom restlichen Körper getrennt“, erinnert Oberbürgermeister Bernd Tischler an den Frevel. Gegen den Randalierer sei ein Hausverbot für alle städtischen Gebäude verhängt worden und Strafanzeige gestellt. „Ich hoffe sehr, dass der Verursacher seine gerechte Strafe erhält.“

Die Figur wurde für rund 8.900 Euro renoviert. Die Restauratorin Martina Kerkhoff hat in geduldiger Kleinstarbeit die Einzelteile zusammengefügt. Über 100 Arbeitsstunden seien notwendig gewesen, um die nach der Attacke aufgelesenen Einzelteile fachgerecht an die richtige Stelle zu bringen. Lediglich ein kleines Teilstück der Krone fehlte und musste ersetzt werden. Eine handwerkliche Herausforderung war es, dem vergoldeten Mantel die richtige Patina für eine Figur aus dem 17. Jahrhundert zu verleihen.

Vor über 300 Jahren wurde die Figur von einem nicht bekannten Meister in der Eifel erstellt. In den 1950er wurde sie der Stadt durch die Ruhrkohle überlassen. „Sie ist für Bottrop als ehemalige Bergbaustadt von besonderer Bedeutung. Die Heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute. Indem ihre Statue im Foyer des Rathauses steht, erinnert sie uns auch zukünftig an den einstigen Bergbau in unserer Stadt“, erklärt Bernd Tischler die Bedeutung. Bald wird sie an gewohnter Stelle am Rathauseingang die Besucher wieder begrüßen.

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