TikToker sucht hässliche Orte in Bottrop – und braucht länger als in München

„Bottrop erkunden, bis es hässlich ist“ – genau das hat ein TikTok-Influencer jetzt in einem Video auf der Kurzvideo-Plattform gemacht.

Mit Aufnahmen des Online-Kartendienstes Google Street View hat sich der TikToker „rifatx97″ digital an mehreren Orten in Bottrop umgeschaut. Diese wählte er zufällig auf der Karte aus – ohne sich vor Ort auszukennen. Seine Challenge, die einen aktuellen Online-Trend aufgreift: Sobald er einen Ort als „hässlich“ bewertet, endet das Video.

Zunächst landet er digital auf dem Halden-Plateau des Tetraeders. Das scheint er sogar persönlich zu kennen: „Das ist eine sehr berühmte Skulptur in Bottrop und ganz NRW“, kommentiert er. Also: Weiter geht’s. Diesmal wählt er per Zufall den Förenkamp aus. „Nicht hässlich“, lautet sein kurzes, aber positives Fazit.

Auch Bottrops Innenstadt und ZOB findet der Influencer “Nicht hässlich”

Der dritte Ort, den der Mann mit über 30.000 Followern in Bottrop auswählt, ist die Osterfelder Straße auf Höhe des Gleiwitzer Platzes. Obwohl auf den offensichtlich veralteten Straßenaufnahmen weder das Bauknecht-Quartier noch das „Home of Taste“-Gebäude, in dem das Restaurant Rosa beheimatet ist, fertiggestellt sind, geht es weiter. „Sieht ganz normal aus“, findet der TikToker.

Die Wohngegend am Unterberg in Lehmkuhle findet er „wirklich gemütlich“. Auch eine Sackgasse an der Horster Straße, nahe der Kirche am Förenkamp, motiviert ihn dazu, weiterzumachen. „Nicht hässlich“, sondern „ganz normal“ findet er anschließend auch den ZOB.

Doch nur eine Sequenz später endet der Clip abrupt. Der TikTok-User landet unmittelbar neben dem Bunker im Eigen, wo kürzlich der Parkplatz gesperrt wurde, damit dort künftig ein neuer Edeka-Markt entstehen kann. „Was ist das für ein Gebäude?“, fragt er sich. „Da sind ja nicht mal Fenster drin.“ Für den Online-Creator offenbar der erste hässliche Ort, den er in Bottrop gefunden hat – und ein Grund, das Video zu beenden.

Bottrop schlägt sich im Vergleich gut

Immerhin: Mit fast zweieinhalb Minuten musste er in Bottrop deutlich länger nach einer vermeintlich unschönen Ecke suchen als in Städten wie Duisburg (1:42 Minuten), München (1:51 Minuten) oder Recklinghausen (2:06 Minuten). Und das, obwohl er mit Kirchhellen und Grafenwald noch einige Stadtteile hätte anschauen können, die das Video wohl verlängert hätten.

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